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Infrastrukturanlagen im Nichtbaugebiet: Warum die Begründung besonders sorgfältig ausfallen muss
Ein freies Feld im Nichtbaugebiet erscheint auf einem Plan unverdächtig: keine dichte Bebauung, keine beengten Platzverhältnisse, keine Nutzung, die im Weg steht. Wer eine Infrastrukturanlage plant, hat keine Zweifel: Das Feld drängt sich als Standort geradezu auf, bietet ausreichend Platz, lässt sich strassenseitig leicht anbinden und gestattet eine saubere technische Anordnung der Anlage. Doch an dieser Stelle des Planungsprozesses beginnt die eigentliche Prüfung. Der Begri
30. Juni


Die Variantenprüfung: Sein oder Schein?
Der Projektleiter bewegte den Finger auf der Karte entlang des Bahntrasses, hielt an einem Punkt an und stellte fest: «Hier liegt der beste Standort für unser neues Abstellgleis.» Tatsächlich lag der Standort nahe an den Einsatzorten. Die Zufahrt für Unterhalt und Intervention schien leicht einzurichten. Die Gleisgeometrie gestaltete sich anspruchsvoll, das geplante Abstellgleis liess sich aber einbinden. Schliesslich bot die Fläche auf den ersten Blick ausreichend Platz für
10. Juni


Wenn alle Recht haben
Wenn alle Recht haben - aber alle falsch liegen Alles sah im Vorfeld bestens aus: Die Unternehmensführung hatte das Infrastrukturprojekt bewilligt und die Mittel freigegeben. Die Planung konnte beginnen - doch aus heiterem Himmel entbrannte zwischen den Beteiligten ein Konflikt. Dieser liess sich nicht so einfach lösen, denn jede Seite brachte schlüssige Argumente. Die Abteilung Technik forderte eine effiziente Lösung. Die für den Betrieb Verantwortlichen forderten die optima
27. Mai


Der Favorit ist nicht das Problem
Zu Beginn sah alles einfach aus und keinerlei Probleme waren in Sicht. Der Projektleiter verwies auf den Plan und sagte: «Die Sache ist klar. Dieser Standort eignet sich aus betrieblicher Sicht am besten.» Die Umstehenden nickten beifällig. Tatsächlich war der Standort bereits durch eine Zufahrt erschlossen, lag günstig und liess sich ohne Aufwand an das bestehende Netz anschliessen. Aus Sicht des Betreibers sprach folglich alles für diesen Standort. Ein Favorit war geboren …
21. Mai


Trafostationen: Standortgebunden heisst noch nicht bestgeeignet
Der Netzexpress will den Stromnetzausbau beschleunigen. Ein Teil der Vorlage betrifft Trafostationen ausserhalb der Bauzonen. ( Botschaft , Änderung Elektrizitätsgesetz ) Neu sollen solche Anlagen als standortgebunden gelten, wenn vier Kriterien erfüllt sind. Ist dies der Fall, entfällt die ansonsten notwendige Standortevaluation zur Begründung eines Standorts ausserhalb der Bauzone. Diese Vereinfachung ist sinnvoll und wird den Netzausbau beschleunigen. Zulässig ist nicht au
7. Apr.


Ob mit oder ohne Sachplan: Variantenprüfungen sind immer erforderlich
Der Netzexpress soll den Stromnetzausbau beschleunigen. Kern der Vorlage ist eine Revision des Elektrizitätsgesetzes (Botschaft, Änderung Elektrizitätsgesetz). Eine wesentliche Neuerung besteht darin, bei der Sanierung bestehender Leitungen auf ein Sachplanverfahren zu verzichten. Der Sachplan ist ein zentrales Instrument der Projektplanung. Er regelt unter anderem die Abstimmung mit den Behörden und legt einen Planungskorridor fest, innerhalb dessen die weitere Planung erfol
7. Apr.


Das Paradox der Variantenprüfung: besser planen, schneller bauen
Wer sich zu Beginn der Planung mehr Zeit nimmt, baut oft schneller. Warum eine gute Variantenprüfung kein Bremsklotz, sondern die Grundlage für eine raschere Genehmigung ist. Wer Infrastruktur plant, steht unter Druck. Projekte sollen schneller vorankommen, Verfahren effizienter werden, Bewilligungen rascher vorliegen. Das ist verständlich. Gerade beim Ausbau und bei der Erneuerung der Infrastruktur ist Zeit ein entscheidender Faktor. Und doch zeigt die Praxis immer wieder et
6. Apr.
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